Über die Region

Das eben ist Wielkopolska...

 

So könnte man es in Anlehnung an die Worte Stanisław Wyspiańskis ausdrücken. Hier hat Polen schließlich seinen Anfang genommen. Die ersten Piasten haben hier die Fundamente für den polnischen Staat gelegt. Hier haben sie auch das Christentum angenommen. Wo genau, das bleibt ein Geheimnis: Auf der Dominsel in Poznań, auf der Insel im Lednica-See oder vielleicht in Gniezno?

 

Die Region Wielkopolska besitzt eine flache, leicht hügelige und stark bewaldete Landschaft. Am schönsten sind die Netzer Heide (poln. Puszcza Notecka) und der Zielonka-Wald (Puszcza Zielonka). In der Woiwodschaft Wielkopolska liegen der Großpolnische Nationalpark (Wielkopolski Park Narodowy), ein Teil des Drawno-Nationalparks (Drawieński Park Narodowy) sowie 13 Landschaftsschutzparks. Außerdem gibt es viele Naturschutzgebiete (darunter das einzigartige Naturschutzgebiet „Meteorit Morasko” in Poznań). Weltberühmt ist der europaweit größte Bestand alter Eichen in Rogalin.

 

Beeindruckend sind auch die sanften Anhöhen. Diese sind durch die Aktivität des skandinavischen Gletschers entstanden. Außer diesen Anhöhen hat der Gletscher auch zahlreiche Seen hinterlassen. Die größten Ansammlungen von Seen bilden die Międzychód-Sieraków-Seenplatte und liegen ferner in der Umgebung von Wągrowiec, Gniezno, Poznań, Leszno und Wolsztyn.

 

Archäologen haben festgestellt, dass der Mensch bereits seit rund 12000 Jahren in der Region Wielkopolska vertreten ist. Das romanische Zeitalter von Wielkopolska wird am besten durch die Piastenroute dokumentiert. Die Gotik hat ihre Spuren in der Sakralarchitektur hinterlassen (Kathedralen in Gniezno und Poznań, Pfarrkirche in Gostyń). Als Perle der Renaissance kann man ganz bestimmt das Rathaus in Poznań bezeichnen. Der Barock ist sogar durch eine regionale Variante vertreten (Rathaus und Kirchen in Leszno, Klöster in Gostyń und Ląd, Pfarrkirche in Poznań, Schloss in Rydzyna). Der Klassizismus wiederum hat weltliche Bauwerke dominiert (Raczyński-Bibliothek in Poznań, ländliche Residenzen in Czerniejewo und Pawłowice). Die Romantik ist am umfänglichsten in der Architektur des Schlosses in Kórnik zum Ausdruck gekommen. Das alles können wir in der Gegenwart bewundern. Ein gesondertes, aber sehr wichtiges geschichtliches Merkmal ist die sakrale und weltliche Holzarchitektur (einziges aus Holz gebautes Rathaus in Sulmierzyce, Überreste holländischer Architektur bei Nowy Tomyśl).

 

Die Woiwodschaft Wielkopolska nimmt eine Fläche von 29826 Quadratkilometern ein. Sie wird von über 3,3 Millionen Menschen bewohnt. Felder machen etwa 50 % und Wälder 25 % des gesamten Geländes aus. Die Hauptstadt der Region Wielkopolska ist Poznań. Die kleinste Stadt hingegen ist Dolsk. In Wielkopolska gibt es 109 Städte, wobei die geschichtsträchtigen Kleinstädte am charakteristischsten sind. Die Entfernung zwischen Okonek, der am weitesten im Norden gelegenen Stadt der Woiwodschaft, und der südlichsten Stadt Rychtal beträgt 292 Kilometer.

 

 

Weitere interessante Informationen über die Region kann man in unserem Tourismusportal finden:

Otwiera zewnętrzny odsyłacz w nowym okniewww.wielkopolska.travel

 

Großpolen-Ring

 

Die Region Wielkopolska (Großpolen) wird von ausgedehnten Flusssystemen geprägt, die eine besondere Attraktion für Wassertouristen unterschiedlichen Alters darstellen. Die Strecke, die den größten Flüssen in der Region folgt und eine geschlossene Tourismusroute bildet, wird nicht ohne Grund Großpolen-Ring genannt. Sie ist deshalb außergewöhnlich, weil man die Breitenkreisen folgende Fließrichtung der Flüsse Warthe (Warta) und Netze (Noteć) sowie den längengradparallelen Verlauf des Warthe-Gopło-Kanals nutzt. Diese fast 690 km lange Strecke führt durch viele Ortschaften der Woiwodschaft Wielkopolska, unter anderem durch Ślesin, Konin, Pyzdry, Śrem, Poznań, Oborniki, Wronki, Sieraków, Międzychód, Krzyż Wielkopolski, Wieleń, Drawsko, Czarnków und Ujście. Sie durchquert ebenfalls die Woiwodschaften Lubuskie (Lebus) und Kujawsko-Pomorskie (Kujawien-Pommern). Durch den Zugang zur Oder im Westen sowie Zuflüsse und Kanäle, die eine Verbindung mit den Wasserstraßen Brandenburgs ermöglichen, ist der Großpolen-Ring von Westeuropa aus erreichbar. Über den Bromberger Kanal (Kanał Bydgoski) ist er ebenfalls mit der Weichsel und anderen Flüssen der Europäischen Wasserstraße E-70 bis nach Kaliningrad verbunden.